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Der Arganbaum – die wohl wertvollste Pflanze der Welt

Arganie ArganbaumDer Arganbaum, auch bekannt unter den Namen Arganie, Eisenholzbaum oder Ardjanbaum (bot./lat.: argania spinosa)1,  wächst an der Grenze zwischen Marokko und Algerien, genauer gesagt auf ca. 820 000 Hektar in der südwest-marokkanischen Region Souss-Massa-Daa. Dort wächst und vermehrt sich der Baum von alleine und wird nicht in künstlich angelegten Plantagen als Massen-Konsumgut herangezogen, da dies aufgrund seiner speziellen Bedürfnisse nur schwer bis gar nicht möglich ist. Biologen, welche sich mit der Vermehrung der kostbaren Pflanze auseinandersetzten, vermuten, dass lediglich die Kerne eine Chance der Fortpflanzung haben, die von Dromedaren und Ziegen verschluckt und wieder ausgeschieden wurden.

In der Region Souss-Massa-Daa scheint wohl ein einzigartiges Zusammenspiel zwischen Natur, Tier und Pflanze zu herrschen, welches dem Arganbaum ein Fortbestehen ermöglicht. Aufgrund der komplexen Verbreitungsart ist der Arganbaum äußerst selten und sogar vom Aussterben bedroht.
Auch ein früherer Umgang, bei welchem kaum Wert auf die Erhaltung des kostbaren Arganbaumes gelegt wurde, trug zur geringen Anzahl überlebender Pflanzen bei. Früher wurden Arganien vermehrt als Fressweiden für Ziegen und Kamele genutzt, das sehr harte Holz des Eisenbaumes wurde oft als Brennholz verwendet und Arganbäume unachtsam gerodet, um den Anbau von Lebensmitteln zu ermöglichen, welche die Bedürfnisse des aufkommenden Tourismus befriedigen sollten.2

Heute wachsen noch 20 Mio. Bäume in der Region Sous-Massa-Daa, von der UNESCO als Biosphären-Reservat geschützt. Jeder Baum gehört dem Staat. Jeder, der mit der Ernte und Verarbeitung der Argan-Früchte zu tun hat, hat lediglich ein Nutzungsrecht eingeräumt bekommen. Und dabei gelten strenge Regeln. Oberste Gesetze für die Berberfamilien, die Ihren Lebensunterhalt mit dem kostbaren Arganöl bestreiten sind zum Beispiel die Verbote, den Arganbaum zu schütteln oder gar abzuholzen.

 

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Der Arganbaum – Aussehen

Damit sich der Arganbaum in seiner trockenen Umgebung ausreichend mit Wasser versorgen kann, dringt er mit seinen Wurzeln bis zu 30 Meter in den Boden ein.
Der Arganbaum kann bis zu 10 Meter hoch werden und ist ringsherum von spitzen Dornen umgeben, die ihn vor tierischen Fressfeinden schützen sollen, was allerdings Ziegen und Dromedare, welche sich den Gegebenheiten ihres Umfeldes angepasst haben, nicht davon abhält, die Argannüsse und Blätter des Baumes zu verzehren. Er hat eine Lebenserwartung von etwa 150-200 Jahren, wobei auch schon deutlich ältere Arganien entdeckt wurden.
Der Kampf gegen die zunehmende Wüstenbildung in Afrika gehört zu den zentralen Themen von Naturschützern. Dem Arganbaum kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Mit seinen 30 Meter langen Wurzeln, die ein Verwehen des Sandbodens verhindern und seiner schattenspendenden Krone kann er das Vordringen der Sahara verlangsamen.3

 

Der Arganbaum und seine Früchte

ArganbaumDer Arganbaum beginnt erst ab einem Alter von fünf Jahren damit, Früchte zu tragen. Alle zwei Jahre können die wertvollen Früchte dann geerntet und zu Arganöl verarbeitet werden. Die sogenannten Arganpflaumen sind rund bis oval und haben ein grün, fleischliches Aussehen. In der Frucht verbergen sich 1 bis 3 glatte, braune Samen, die etwa 2 cm lang sind und aus welchen das kostbare Arganöl gewonnen wird.
Die Früchte des Arganbaumes selbst sind nicht genießbar – das Fruchtfleisch ist ziemlich bitter und die bis zu drei Kerne im Inneren der Frucht haben eine sehr feste Schale, die etwa 16-mal so hart ist wie die Schale einer Haselnuss. In Trockenzeiten stellt der Arganbaum seine Fruchtbarkeit ein, um Energie zu sparen und zu überleben.4


Das Öl des Arganbaumes – Ein Exportschlager

Arganöl wird aus den Früchten des Arganbaumes gewonnen. Es hat zahlreiche wertvolle Eigenschaften: Einen hohen Anteil an Vitamin E, es enthält wesentliche essentielle Fettsäuren und soll zellstimulierend wirken, weswegen Arganöl auch als natürliches Anti-Aging-Mittel gilt. Der Arganbaum liefert ein Produkt, das gleichzeitig wertvolles Lebensmittel, wichtiger Bestandteil der Pflanze- und Naturheilkunde* und Kosmetikprodukt ist. Die Berber Südmarokkos schwören vor allem auf die heilende Wirkung des kaltgepressten Öls. Sie setzen es als Mittel gegen Narbenbildung und Entzündungen ein und geben es Kranken zur Stärkung. Aus dem Arganbaum wird aus abgestorbenen Ästen außerdem Holz und Tierfutter gewonnen.

Für die Berber ist der Arganbaum quasi so etwas wie der Baum des Lebens.5
In Südwestmarokko ist die Essenz der Frucht des Arganbaumes heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Über 100 Argan-Kooperativen gibt es, die auch aus Deutschland und  Europa Unterstützung bekommen. Das Öl des Arganbaumes hat sich zu einem qualitativ hochwertigen Export-Produkt entwickelt.6

Erfahren Sie hier mehr über die Gewinnung von Arganöl und lesen Sie nach, was die Art der Gewinnung mit der Qualität des Endproduktes zu tun hat.

 

* Die Wirkung des beschriebenen Pflanzenöls ist wie viele Anwendungen in der traditionellen Pflanzenheilkunde noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

 

Literaturhinweise:

1 Doz. Mag. pharm. DDr. Sabine Krist: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien 2013, 2. Auflage, S. 79.
2 Zoubida Charrouf and Dominique Guillaume: Argan oil: Occurrence and impact on human health. European Journal of Lipid Science and Technology, Volume 110, S. 632, No 7 July 2008.
3 Zoubida Charrouf and Dominique Guillaume: Argan oil: Occurrence and impact on human health. European Journal of Lipid Science and Technology, Volume 110, S. 632, No 7 July 2008.
4 Doz. Mag. pharm. DDr. Sabine Krist: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien 2013, 2. Auflage, S. 80.
5 Dr. Peter Schleicher: Die heilende Wirkung des marokkanischen Goldes Arganöl, München 2013, S. 8ff.
6 Zoubida Charrouf and Dominique Guillaume: Argan oil: Occurrence and impact on human health. European Journal of Lipid Science and Technology, Volume 110, S. 632, No 7 July 2008.

 

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